Logistikstrategie
LTL vs Teilladung (PTL): Die Lücke von 2 bis 10 LDM
Den entscheidenden Unterschied zwischen LTL-Sammelladung und Teilladung (PTL) für Sendungen zwischen 2 und 10 LDM verstehen. Wann was für europäischen Straßengüterverkehr wählen.
1. Die "Todeszone" von 2 bis 10 LDM
Viele Supply-Chain-Manager stehen vor einem Dilemma bei einer Sendung von, sagen wir, 8 Lademetern (LDM) — etwa 20 Euro-Paletten.
Buchen sie es als Standard-LTL-Sammelladung, behandelt der Frachtführer es wie eine 1-Paletten-Sendung: Abholung mit kleinem LKW, Umschlag im Cross-Docking-Hub, Warten auf den Linehaul. Das fügt Tage zur Transitzeit hinzu.
Buchen sie einen FTL (13,6 LDM), zahlen sie für 5,6 LDM leere Luft.
Die Lösung ist die Teilladung (PTL). Große Frachtführer nutzen PTL, um Ihre 8-LDM-Sendung mit einer 5-LDM-Sendung eines anderen Kunden zusammenzuführen und den Linehaul-LKW direkt zu Ihrer Laderampe zu schicken.
2. LTL vs PTL: Direktvergleich
3. Wie PTL 1-2 Tage Transitzeit spart
Im Standard-Straßengüterverkehr braucht eine Palette von Madrid nach München als LTL 4-5 Tage: Versender → Madrid Hub → München Hub → Empfänger.
Bei 8 LDM Teilladung umgeht der internationale LKW das Hub-Netzwerk komplett: Versender → Empfänger. Durch Wegfall der zwei Cross-Docking-Schritte erreicht PTL Transitzeiten, die mit dedizierten FTL-Transporten vergleichbar sind (typisch 2-3 Tage für Madrid nach München).
Häufig gestellte Fragen
Was genau ist der Unterschied zwischen LTL und Teilladung (PTL)?
LTL/Sammelladung bewältigt kleinere Sendungen (0,4 bis 2 LDM, ca. 1 bis 5 Paletten), die meist über Konsolidierungshubs laufen. Teilladung (PTL) gilt für größere Sendungen (2 bis 10 LDM, ca. 5 bis 25 Paletten), bei denen die Fracht häufig direkt auf das Linehaul-Fahrzeug geladen wird — schnellerer Transit und weniger Umschlag.
Warum ist der Bereich von 2 bis 10 LDM so wichtig?
Der 2-10 LDM-Bereich ist die Übergangszone, in der Versender oft zu viel zahlen. Wird eine 8-LDM-Ladung als Standard-LTL behandelt, kann sie aufgrund von Größenbeschränkungen verzögert werden. Bucht man FTL für 8 LDM, zahlt man für 5,6 LDM ungenutzter Kapazität. PTL bepreist und routet dieses Volumen effizient.
Ist Teilladung (PTL) schneller als Standard-LTL-Sammelladung?
Ja, fast immer. Da PTL-Sendungen groß genug sind, routen Frachtführer wie Trans-road den Fernverkehrs-LKW oft direkt zur Ladestelle und liefern direkt an den Endempfänger — typischerweise 1 bis 2 Werktage schneller auf europäischen Strecken.
Wird meine PTL-Fracht umgeladen?
In der Regel nicht. Der Hauptvorteil echter Teilladung ist die Vermeidung des Hub-and-Spoke-Sortiersystems. Die Fracht wird beim Versender geladen und bleibt unberührt auf demselben Trailer bis zur Ankunft am Endziel.